Am 05.12.2019 übernahmen die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Politik-Wirtschaft in einem Online-Planspiel die Rolle von Abgeordneten des Europäischen Parlamentes. Dabei vertraten sie die Interessen ihres jeweiligen Landes. Ziel der Verhandlungen war es, ein neues Gesetz zur Asylpolitik zu erarbeiten, um zu klären, wie Geflüchtete zukünftig innerhalb der EU verteilt werden sollen und wie die entstehenden Kosten aufgeteilt werden. Die Simulation begann mit der Auseinandersetzung mit der zugewiesenen Rolle und der Festlegung der Position des eigenen Landes. Danach begann die erste virtuelle Sitzung in der jeweiligen Fraktion, um im Chat eine gemeinsame Position festzulegen. Dabei wurde diskutiert, taktiert, überzeugt und schlussendlich wurden auch Einigungen gefunden. Im Anschluss begannen die beiden parallel verlaufenden Ausschusssitzungen, in denen in kräftezehrenden Verhandlungen und mit großer Kompromissbereitschaft konkrete Gesetzesvorlagen erarbeitet wurden, die im weiteren Verlauf von den vier Ausschussvorsitzenden zu einem Gesamtentwurf weiterentwickelt und in der letzten Spielphase zur Diskussion und Abstimmung in das Europäische Parlament eingebracht wurden. Mit einer Mehrheit von 67% wurde der Gesetzesentwurf von den Abgeordneten angenommen. Zukünftig soll ein verpflichtendes Quotensystem zur Verteilung der Geflüchteten in der EU eingeführt werden und die Kosten, die für die Aufnahme von Flüchtlingen entstehen, proportional unter den Staaten aufgeteilt werden. Vielen Dank an das Team von „planpolitik“ für die interaktive Möglichkeit, politische Prozesse erfahrbar zu machen und zu verstehen!

Am 24. Oktober wagten die Werte und Normen Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Klassen mit dem Autor und Philosophen Jörg Bernardy philosophische Gedankensprünge zum Thema „Identität und Geschlecht“.  In einem zweistündigen Workshop gingen sie Fragen nach, wie zum Beispiel: Was unterscheidet die Geschlechter eigentlich? Welchen Einfluss hat das Geschlecht auf das eigene Leben? Wäre man eine andere Person, wenn man ein anderes Geschlecht hätte? Dabei wurde miteinander diskutiert, Perspektiven gewechselt, Meinungen gebildet, um zu verstehen, warum man gerade die Person ist, die man ist – und wer man sein kann!

Die Unterrichtstheorie zum Thema „Glück“ hat der Werte und Normen Kurs Klasse 8 von Frau Trefz am Dienstag zur Praxis werden lassen. Wir besuchten die Albert- Schweitzer- Altenhilfe Bleckede. Während eine Schülergruppe gemeinsam mit den Senioren weihnachtliche Plätzchen gebacken und verziert hat, hat die andere Gruppe die Bewohner bei einem Spaziergang durch Bleckede begleitet, der mit einem warmen Kakao gekrönt wurde. Besondere Freude haben unsere selbstgeschriebenen Weihnachtskarten mit Gedichten und persönlichen Weihnachtsgrüßen bereitet. Wir stellen fest: Freude, die wir anderen schenken, kommt auch immer wieder zu uns zurück!

Artikel aus den Fächern

Die Troerinnen

Am Donnerstag, dem 02.02.2017, und am Freitag, dem 03.02.2017, führte der DS-Kurs des 12. Jahrgangs das Stück „Die Troerinnen des Euripides“ von Jean-Paul Sartre unter der Leitung von Odila Kramer auf. Zu diesem Anlass luden wir Euch ganz herzlich um jeweils 19:30 Uhr ins Forum ein!

Wir befinden uns am Ende eines Krieges, eines brutalen Krieges. Es ist das Ende vom Glück, das Ende der Freude, das Ende des Lebensmutes.
Wenn wir uns umschauen, erblicken wir eine zerstörte Stadt und viele gefallene Männer und Frauen, die trauernd zurückblicken. Wir können uns vorstellen, wie sie sich fühlen müssen, als die letzten Überbleibenden. Sie sind hilflos, sie sind ängstlich und gefangen.

Wenn wir aber einen kurzen Blick auf die andere Seite wagen, dann finden wir dort stolze Gewinner und hoch Erfreute. Wir können sie als die Grausamen wahrnehmen, als die Skrupellosen, aber wir können auch einen kurzen Moment die Augen schließen und dann fühlen wir vielleicht, dass sie auch etwas Neues mit sich bringen, dass es aufregend ist, dass wir sie fast schon begehren, während wir sie abgrundtief hassen.
Und dann gibt es noch die Götter, die Ursache des Krieges, oder auch die Hoffnung im Krieg oder vielleicht nur etwas weit Entferntes, das wir schon lange aus den Augen verloren haben.

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